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Effizient gesprüht ist optimal getrennt

Neueste Technologien, die Forderung nach immer schnelleren Entwicklungszeiten und günstigeren Lieferketten, höchste Qualitätsstandards, Termintreue oder die Nachhaltigkeit von Umweltkonzepten: Dem zunehmenden Druck im Automotive-Bereich kann sich auch POWER-CAST Zitzmann nicht entziehen. Um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig sicherstellen zu können, werden daher sämtliche Fertigungsprozesse kontinuierlich hinterfragt und optimiert sowie Investitionen passgenau auf die jeweiligen Bedürfnisse ausgerichtet.

Für eine neue voll-automatische Gießzelle mit Druckgieß-Maschine (1.650 t Schließkraft) wurde im Rahmen einer ganzheitlichen Prozessdefinition auch die Formsprühanlage auf Parameter wie Handling, Dosierung, Zykluszeit oder Ökobilanz analysiert.

Umstellung vom Standard- auf das Mindermengensprühen steigert die Effizienz des Druckgießvorgangs signifikant

Durch konventionelle Sprühtechnik wird die Gussform hohen thermischen Wechselbelastungen ausgesetzt, was zur Bildung von Spannungsrissen führt, die wiederum Maßhaltigkeit oder Oberflächenqualität des Bauteils beeinträchtigen. Zudem geht viel Trennmittel durch Überlauf wegen ungenauer Sprühprozesse verloren, das Absaugen und Reinigen ist aufwendig und mit erheblichen Entsorgungskosten verbunden. 

Beim Mindermengensprühen wird dagegen eine sehr geringe Menge an fein vernebeltem Trennmittel (mit Hilfe eines sog. Maskensprühwerkzeugs) über 60 Dosierdüsen gleichmäßig, gezielt und prozesssicher auf die Formoberfläche aufgetragen. 

Als wesentliche Vorteile nennt  Werkleiter Jens Söldner die niedrigere Wärmewechselbelastung und dadurch geringeren Verschleiß der Gussform - durch die optimierte Anwendung, wird sich aller Erwartung nach, die Formstandzeit bei POWER-CAST Zitzmann um mehr als ein Drittel verlängern. 

Im direkten Vergleich zum herkömmlichen Sprühen konnten darüber hinaus die Zykluszeiten um fünf Sekunden (entspricht ca. 10%) verkürzt und die benötigte Menge des Fluidanteils im Trennmittel von ca. fünf auf unter 1 Liter pro Schuss gesenkt werden. “In erster Linie bedeutet allerdings jeder Liter an eingespartem Trennmittel und nicht verbrauchtem Abwasser einen wertvollen Beitrag unseres Unternehmens für einen nachhaltig schonenden Umgang mit der Umwelt“, so Jens Söldner abschließend. 

Konventioneller Sprühvorgang

Form unmittelbar nach Mindermengensprühen

POWER-CAST Zitzmann: Spezialisiert auf Magnesiumdruckguss im Kaltkammerverfahren

Bereits seit 1992 werden bei der POWER-CAST Zitzmann GmbH & Co. KG im oberfränkischen Stockheim überwiegend Automotive-Bauteile mit Stückgewichten bis 5.000 g gegossen. Innerhalb der POWER-CAST Gruppe bildet das bei seinen größten Kunden als A-Lieferant gelistete Unternehmen das Kompetenzzentrum für Magnesiumdruckguss im Kaltkammerverfahren. Werkleiter Jens Söldner: “Magnesium hat eine um etwa 1/3 geringere Dichte als Aluminium, lässt sich hervorragend gießen und vollständig recyceln. Als Konstruktionswerkstoff eignen sich Magnesium-Legierungen insbesondere für hochwertige Bauteile mit maximalen Anforderungen an Festigkeit und Steifigkeit im Verhältnis zum Gewicht. Aufgrund unserer Erfahrung, Leistungsstärke und Innovationskraft sind wir auch hinsichtlich der künftigen Aufgabenstellungen in der Automobilindustrie wie E-Mobilität, Leichtbau oder Komplexität und Größe von Komponenten bestens aufgestellt.“


Titelfoto: © altanaka